Über Dieter Weirauch

Der Autor hat bisher keine Details angegeben.
Bisher hat Dieter Weirauch, 456 Blog Beiträge geschrieben.

Quedlinburg: Hier regierten 866 Jahre lang Frauen

2026-10-04T21:04:12+02:004. Oktober 2026|Kategorien: Reise, Schlösser und Burgen, Städtereise|Tags: , , |

Wer Quedlinburg besucht, sollte Zeit mitbringen. Zeit zum Schauen, Staunen und gelegentlich auch zum Innehalten. Denn die UNESCO-Welterbestadt im Harz ist kein Ort, den man einfach von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten durchläuft. Quedlinburg ist selbst die Sehenswürdigkeit: ein mittelalterlicher Stadtgrundriss, enge Gassen, Plätze und rund 2100 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten. Dazu kommen ein Schlossberg, eine romanische Stiftskirche, ein kostbarer Domschatz, der Münzenberg – und eine Geschichte, in der ungewöhnlich viele Frauen das Sagen hatten. Seit dem 3. Oktober 2026 gibt es einen neuen Grund, nach Quedlinburg zu reisen: Das Schlossmuseum auf dem Stiftsberg öffnet nach sieben Jahren umfassender Sanierung und Neugestaltung wieder. Mehr als 300 Exponate, historische Räume und moderne multimediale Vermittlung erzählen die Geschichte von Stift und Stadt. Besonders im Mittelpunkt stehen jene Frauen, die hier über Jahrhunderte lebten und herrschten. Über Jahrhunderte lebten auf dem Stiftsberg hochadelige Frauen, die nicht nur geistliche Aufgaben übernahmen, sondern auch weltliche Macht ausübten.

Kievelinge in Lingen, Blaudruck in Einbeck, Rattenfänger in Hameln und Teezeremonie in Leer

2026-10-01T17:52:44+02:0019. September 2026|Kategorien: Städtereise|Tags: , |

Das Land Niedersachsen zeigt eine große Bandbreite des Immateriellen Kulturerbes der Unesco: vom Tee-Ritual über Textilkunst bis zum historischen Bürgerfest. Das Besondere ist, dass diese Traditionen keine Museumsstücke sind – sie werden bis heute von Menschen gelebt, weitergegeben und immer wieder neu gestaltet.

Eisleben – wo Luther geboren wurde und der Bergbau das Leben bestimmte

2026-09-19T19:57:41+02:0019. September 2026|Kategorien: Reise, Städtereise|Tags: , , |

Eisleben lohnt sich gerade 2026 besonders. 30 Jahre UNESCO-Welterbe sind ein guter Anlass, die Lutherstätten neu zu entdecken. Gleichzeitig zeigt ein Spaziergang durch die Stadt, dass Eisleben nicht nur eine Lutherstadt ist. Der Kupferschieferbergbau hat Landschaft, Wirtschaft und Stadtbild über Jahrhunderte geprägt. Wer mehr Zeit hat, sollte deshalb nicht nur die beiden LutherMuseen besuchen, sondern auch St. Annen, St. Andreas, die Taufkirche, das Rathaus und den „Kamerad Martin“ miteinander verbinden.

Auf dem Rücken der Utopie

2026-09-17T09:34:34+02:0016. September 2026|Kategorien: Reise, Städtereise|Tags: , |

Wer Namur besucht, entdeckt eine Stadt, die Geschichte nicht hinter Museumsmauern versteckt, sondern mitten im Alltag lebendig hält. Hoch über dem Zusammenfluss von Maas und Sambre thront die mächtige Zitadelle – das Wahrzeichen der wallonischen Hauptstadt und zugleich einer der schönsten Aussichtspunkte Belgiens. Von hier öffnet sich der Blick über die Dächer der Stadt, die beiden Flüsse und die bewaldeten Hügel des Maastals. Die Zitadelle erzählt von einer bewegten europäischen Geschichte. Ihre Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, später wurde sie zu einer der bedeutendsten Festungsanlagen Europas ausgebaut. Heute führen Wege und unterirdische Gänge durch das weitläufige Areal. Besucher können die Festung erkunden, an Führungen teilnehmen und von den Bastionen die besondere Lage Namurs erleben. Doch Namur ist mehr als Festungsstadt. In der Altstadt laden enge Gassen, Plätze und historische Häuser zum Bummeln ein. Rund um die Rue de Fer und die Place d'Armes mischen sich Geschäfte, Cafés und Restaurants mit architektonischen Zeugnissen vergangener Jahrhunderte. Sehenswert ist auch die barocke Kathedrale Saint-Aubain mit ihrer markanten Kuppel.

„Meiningen 2026: Auf den Spuren des Theaterherzogs“ oder „Warum Meiningen 2026 auf die Reiseliste gehört“.

2026-09-18T08:54:16+02:0010. September 2026|Kategorien: Reise, Schlösser und Burgen, Städtereise|Tags: , |

Meiningen ist klein genug, um es zu Fuß zu entdecken – und groß genug für eine erstaunliche Kulturgeschichte. Hier treffen Theater, Fürstenhaus, Eisenbahn und Thüringer Lebensart aufeinander. Genau diese Mischung macht die Stadt so besonders. Im Mittelpunkt steht der Theaterherzog Georg II. von Sachsen-Meiningen, dessen 200. Geburtstag 2026 gefeiert wird. Mit seinen Vorstellungen von historischer Genauigkeit, Ensemblearbeit und realistischer Ausstattung schrieb er Theatergeschichte. Das Staatstheater Meiningen führt diese Tradition bis heute fort. Im Schloss Elisabethenburg erzählt eine große Ausstellung 2026 vom Leben und Wirken des außergewöhnlichen Herzogs. Doch Meiningen ist keine Stadt, die nur von ihrer Vergangenheit lebt. In der Innenstadt liegen Schloss, Theater, Museen, Markt und historische Bürgerhäuser dicht beieinander. Der Englische Garten lädt zum Durchatmen ein, Cafés und Restaurants bringen Thüringer Genuss auf den Teller – allen voran die berühmten Meininger „Hütes“, die Thüringer Klöße. Und dann ist da die Eisenbahn: Mit der Dampflok Erlebniswelt wird Meiningens zweite große Leidenschaft sichtbar. Dampflokomotiven, Technik und Eisenbahngeschichte ergänzen das Kulturangebot auf ungewöhnliche Weise.

Gotha adelt – und das nicht nur im Namen

2026-09-15T11:57:01+02:0010. September 2026|Kategorien: Schlösser und Burgen, Städtereise|Tags: , |

Wer durch die thüringische Residenzstadt streift, entdeckt auf engem Raum erstaunlich viel Geschichte. Über allem thront Schloss Friedenstein mit Herzoglichem Museum, Ekhof-Theater und Schlosspark. Von dort führt der Weg hinunter zur Wasserkunst und auf den historischen Hauptmarkt mit Rathaus und prächtigen Bürgerhäusern. Sehenswert sind die Margarethenkirche und das Lucas-Cranach-Haus, das an die Familie der Frau des berühmten Malers erinnert. Ein besonderes Detail ist die historische Pumpenstation am Hauptmarkt, einst Teil der Wasserversorgung für den „Schlingel“. Gotha lohnt aber auch wegen seiner ungewöhnlichen Geschichten: Hier wurde mit dem „Gotha“ ein berühmtes Adelslexikon zum Markenzeichen, hier entstand ein wichtiger Grundstein des deutschen Versicherungswesens. Das Deutsche Versicherungsmuseum erinnert an Ernst Wilhelm Arnoldi. Und wer Straßenbahnromantik liebt, steigt in die Thüringerwaldbahn. Übernachten lässt sich stilvoll im Hotel am Schlosspark – ideal gelegen für eine Entdeckungsrunde durch eine Stadt, die Barock, Bürgertum, Eisenbahn und Adel auf charmante Weise verbindet.

Nach oben