Endlich, heute begann der lang herbeigesehnte Ausbau der 49 Kilometer langen Strecke zwischen Angermünde und der polnischen Stadt Stettin. Mehrmals wurde der dringend erforderliche Ausbau der Strecke angemahnt. Dadurch soll sich die Fahrzeit zwischen Berlin und Stettin von 110 auf 90 Minuten verkürzen. So schnell wie heute von Berlin nach Hamburg. Derzeit kann die Strecke laut Bahn maximal mit Tempo 120 befahren werden. Danach sollen es 160 Stundenkilometer sein. Der Bund stellt für das Projekt rund 380 Millionen Euro zur Verfügung. Berlin und Brandenburg steuern insgesamt 100 Millionen Euro bei. Die Strecke, die die Region Berlin-Brandenburg und Stettin verbindet, soll eine Lücke im europäischen Schienenverkehr schließen. einfachraus.eu erinnerte immer wieder an den Ausbau, mehrmals gab es Absichtserklärungen, nichts geschah. Die Polen machten ihre Hausaufgaben, auf deutscher Seite wurde ewig diskutiert und geplant.

Berlin-Stettin: 20 Minuten schneller ab 2025

Altstadt Stettin Polen Galerie

Die Regionalzüge sollen laut Deutscher Bahn auf dem Abschnitt künftig bis zu 160 Stundenkilometer schnell fahren können. Dadurch soll sich die Fahrzeit zwischen Berlin und Stettin von 110 auf 90 Minuten verkürzen. Derzeit kann die Strecke laut Bahn maximal mit Tempo 120 befahren werden.

Technikmuseum Stettin Wappen Greifen

Wappen der Stadt Stettin zeigt den Kopf des roten Greifen

Blaue Stunde: reges Leben am Hafen

Blaue Stunde: reges Leben am Hafen

Mobilität für morgen: Strecke Berlin-Stettin wird ausgebaut

Die Strecke Berlin-Stettin verbindet die europäischen Metropolregionen Berlin-Brandenburg und Stettin, in der beiderseits der Oder rund 1,5 Millionen Einwohner leben und arbeiten.

Stettin Polen

Berühmt für Heringsgerichte: Schlossrestaurant in Stettin

Die Bahnstrecke schafft einen Lückenschluss im transeuropäischen Verkehrsnetz und verbindet vier große europäische Verkehrsachsen zwischen Skandinavien und dem Baltikum sowie Südosteuropa und dem Mittelmeerraum.

Der Innenhof ist Kulisse für Konzerte und Märkte

Der Innenhof des Stettiner Schlosses ist Kulisse für Konzerte und Märkte

Stettin ist ja so etwas wie die Vorstadt von Berlin… Früher gab es ja mal einen Stettiner Bahnhof (heute Nordbahnhof) in Berlin, heute fahren die Züge Richtung Polen meist vom Bahnhof-Gesundbrunnen ab. Wenn wir heute nach Stettin fahren, dann auch meist mit dem Zug. Die Fahrzeit für die 150 Kilometer Strecke beträgt in der Regel rund zwei Stunden. Leider ist die Strecke bisher nur einspurig und nicht elektrifiziert. Oftmals muss man in Angermünde umsteigen.

Tallships_Stettin_Polen Stettin Polen

Tallships Stettin Foto: Adam Slomski UM Szczecin

Ansonsten wäre man schneller in der modernen und weltoffenen Hafenstadt Stettin. Reisende können sich nach dem Ausbau auch auf Bahnhöfe im neuen Glanz freuen: Die DB modernisiert fünf uckermärkische Stationen entlang der Strecke (Passow, Schönow, Casekow, Petershagen und Tantow).

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