„Es gibt viele Meinungen – aber nur ein Meiningen.“ so soll Richard Wagner von der thüringischen Stadt geschwärmt haben. Was für ein Theater es dort gibt, haben wir erlebt. Nicht nur der Bau in der „Theaterstadt Meiningen“ macht von sich Reden. Auch der „Inhalt“. Grandios. Hier einige Fotos. Die Reise ins Thüringische lohnt. Eine tolle Stadt zudem. Mein Tipp: Nicht nur zur Wartburg und nach Eisenach pilgern, wenige Kilometer weiter: die Überraschung. Und wie immer, wenn wir in thüringischen Landen unterwegs sind: freundliche Gastgeber, eine grundsolide Küche und mit der Bratwurstapp immer den leckeren Thüringer Bratwurststand in der Nähe.
Wir haben gesehen: „Abai“. Eine Oper , die eigentlich auch in Berlin gezeigt werden müsste.
Die Oper „Abai“ erzählt die Geschichte des jungen kasachischen Liebespaars Ajdar und Azar, das unter den rigiden muslimischen Moralvorstellungen seiner Heimat zu leiden hat – und die Geschichte des berühmten Dichters Abai, der die beiden zu schützen versucht. Ajdar und Azar werden wegen ihrer verbotenen Liebe an den Pranger gestellt. Abai kann in letzter Sekunde eine Lynchjustiz verhindern und fordert einen fairen Prozess für das Paar, das schließlich freigesprochen wird und heiraten darf. Abai hat sich mit seinen Bemühungen um eine moderne und aufgeklärte Weltsicht allerdings viele Feinde gemacht – und bei der Hochzeitsfeier verüben Verschwörer auf ihn einen Anschlag, der ein Menschleben fordert.
Der Name Abai hat für die Kasachen eine ähnliche Bedeutung wie Johann Wolfgang von Goethe für die Deutschen. Er war Dichter, Philosoph, Komponist, Aufklärer und eine bedeutende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.
Hier beschreibt die Musikjournalistin Antje Rößler Meininger Musikgeschichte.

Klacire, Chöre und Kostüme, Cover Akres Publishing
Übrigens gibt es in Meiningen das einzige Dampflokwerk der DB. Schaut mal rein. Demnächst werden wir es besuchen.
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