Von Dieter Weirauch
Nardò gehört zu den schönsten und zugleich unterschätzten Städten im Salento, dem südlichsten Teil Apuliens. Nur wenige Kilometer von der ionischen Küste entfernt verbindet die historische Stadt barocke Eleganz, mediterranes Lebensgefühl und beeindruckende Natur. Wer das authentische Süditalien erleben möchte, findet hier enge Gassen, prachtvolle Plätze, jahrhundertealte Kirchen und traumhafte Strände abseits der großen Touristenströme.
Das Herz von Nardò bildet die Altstadt mit ihrem außergewöhnlich gut erhaltenen Barockensemble. Mittelpunkt ist die Piazza Salandra, einer der schönsten Plätze Apuliens, auf dessen Mitte die Säule Guglia dell’Immacolata (1769) steht. Umgeben von Adelspalästen, Kirchenfassaden und Cafés zeigt sich hier die ganze architektonische Pracht des Salento-Barocks. Besonders sehenswert ist die Kathedrale Santa Maria Assunta, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen. Kunstvolle Fresken, ein imposanter Glockenturm und die ruhige Atmosphäre machen sie zu einem wichtigen kulturellen Zentrum der Stadt.
Beim Spaziergang durch die verwinkelten Gassen entdeckt man immer wieder kleine Innenhöfe, kunstvolle Balkone und traditionelle Steinhäuser aus dem warmen, goldfarbenen Tuffstein der Region. Zahlreiche kleine Boutiquen, Feinkostläden und familiengeführte Restaurants laden dazu ein, das lokale Leben kennenzulernen. Typische Spezialitäten wie Orecchiette, frischer Fisch, Burrata oder der kräftige Primitivo-Wein gehören zu jedem Besuch dazu.

Neben dem Castell lädt der heutige Botanische Garten zu einer Ruhepause ein.
Auch als Ausgangspunkt für Ausflüge eignet sich Nardò hervorragend. Die berühmte Barockstadt Lecce ist in weniger als einer Stunde erreichbar. Ebenso lohnen sich Tagesausflüge nach Gallipoli mit seiner historischen Altstadt am Meer oder nach Otranto an der Adriaküste. Nardò vereint Kultur, Geschichte, Kulinarik und Natur auf authentische Weise. Die Stadt bietet das ursprüngliche Apulien – charmant, entspannt und voller mediterraner Lebensfreude. Wer das echte Süditalien entdecken möchte, findet hier einen Ort, der Tradition und Schönheit harmonisch miteinander verbindet.
Nicht nur kulturell, auch landschaftlich hat Nardò viel zu bieten. Besonders beliebt ist der Naturpark Porto Selvaggio, ein geschütztes Küstengebiet mit Pinienwäldern, Wanderwegen und versteckten Badebuchten. Das kristallklare Wasser und die felsige Küste machen die Region ideal zum Schwimmen, Schnorcheln und Wandern. Wer Ruhe und Natur sucht, findet hier einen der schönsten Küstenabschnitte Apuliens. Porto Selvaggio ist nicht nur ein Strand, sondern ein Naturpark von 432 Hektar mit einem Pinienwald, der sich über 270 Hektar erstreckt. Der Park beherbergt eine reiche Biodiversität. Porto Selvaggio ist nicht nur einer der schönsten Strände im Salento, sondern auch ein 432 Hektar großer Naturpark mit einem sich über 270 Hektar erstreckenden Pinienwald. Der Park beherbergt eine reiche Artenvielfalt.
Unter der Flora finden Sie Aleppo-Kiefern, Myrte und wilden Spargel, während Sie unter der Fauna die Mönchsgrasmücke, den Turmfalken und verschiedene Reptilienarten entdecken können. Jeder Besuch ist ein Abenteuer zur Entdeckung der Natur.

Zur Erinnerung an die unerschrockene Renata Fonte wurde die Bank direkt am Aussichtspunkt aufgestellt.
Ebenfalls sehenswert ist Santa Caterina, ein kleiner Badeort direkt an der Küste von Nardò. Die Promenade, historische Villen und das entspannte Flair machen den Ort besonders in den Sommermonaten attraktiv. Wenige Kilometer weiter liegt Santa Maria al Bagno, bekannt für seine malerische Bucht und seine Verbindung zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Heute locken hier kleine Strandbars und türkisfarbenes Wasser Besucher aus ganz Italien an.
Vizebürgermeisterin Maria Grazia Sodero betont, dass Nardò zukünftig stärker als „Juwel für Kultur- und Naturtouristen“ etabliert werden soll. Man möchte nicht nur Sommertouristen anlocken, sondern Nardò und Umgebung auch für den Frühling und Herbst attraktiv machen. Zum Beispiel können Ausflüge zum Regionalpark „Portoselvaggio e Palude del Capitano“ zu jeder Jahreszeit erholsam sein.
Im Sommer spenden Spaziergänge im Park zum Aussichtspunkt „Panoramablick“ bei sommerlichen Temperaturen angenehme schattige Ruhepole. Im Frühling und Herbst, aber natürlich auch im Sommer, kann der Park mit dem Bike erkundet werden. 
Besuch in der Masseria „Masseria Corsano“
Und wer es liebt, sich in einem sehr guten Hotel zu erholen, dem sei die typische Masseria „Masseria Corsano“ empfohlen. Ein ehemaliger historischer Gutshof wurde durch den Fußballspieler Alfred Duncan aus Ghana zu einem Ferienressort mit großem SPA-Bereich ausgebaut. Das Projekt entstand 2016 aus der Vision von Leonardo Giusti, Sportmanager und Alfred Duncan, die beide eine tiefe Verbundenheit zum Salento haben.
https://www.youtube.com/watch?v=Zqoj8tq1a94
Mit dem Kauf der Masseria aus dem 17. Jahrhundert erkannten sie das Potenzial eines jahrzehntelang verlassenen Ortes und stellten ihn sich schon damals so vor, wie er heute ist: ein Ort von unvergleichlicher Schönheit und Gastfreundschaft. Und die Generalmanagerin Sara Franco stellte uns die Pläne für die Erweiterung der Masserie schon ab kommendem Jahr vor. 
Auf dem Areal trifft man auf eine Fünf-Sterne-Unterkunft. Events wie die Zubereitung traditioneller lokaler Küche mit modernen Interpretationen und einen großzügigen Wellness- und Sportbereich laden nicht nur betuchte Gäste ein.
Hier weitere Infos: Masseria Corsano, Strada Torsano 5, 73 048 Nardò (LE), Tel. +39 0833 57 00 73 92 85
Mehr im Internet findet ihr hier: www.masseriacorsano.com.

Sara Frnco ist die Generalmanagerin der Masseria Corsano
Die Masseria Corsano ist eine der exklusivsten neuen Adressen im Salento. Nur wenige Kilometer von der barocken Altstadt von Nardò und den traumhaften Stränden des Ionischen Meeres entfernt verbindet das Fünf-Sterne-Boutiquehotel den Charme einer historischen Masseria mit zeitgenössischem Design. Einst ein landwirtschaftliches Gut aus dem 17. Jahrhundert, entstand hier nach einer aufwendigen Restaurierung ein stilvoller Rückzugsort mit nur 15 luxuriösen Suiten – ideal für Gäste, die Ruhe, Privatsphäre und gehobenen Komfort suchen.

Die Architektur setzt auf den typischen Naturstein des Salento, helle Farben und elegante Rundbögen. Zwischen jahrhundertealten Olivenbäumen, mediterranen Kräutern und gepflegten Gärten laden zwei Außenpools zum Entspannen ein. Jede Suite verfügt über großzügige Wohnbereiche und hochwertige Ausstattung, viele besitzen einen privaten Whirlpool oder einen eigenen Patio. Ein moderner Spa-Bereich mit Wellnessangeboten, Fitnessraum und individuellen Anwendungen rundet das Angebot ab.

Kulinarisch steht die Masseria ganz im Zeichen des Salento. Im Restaurant Pietra werden regionale Spezialitäten mit kreativer mediterraner Küche verbunden. Hochwertiges Olivenöl, fangfrischer Fisch, Meeresfrüchte sowie saisonales Gemüse aus der Umgebung prägen die Speisekarte. Die stilvolle 32 Lounge Bar serviert dazu Cocktails mit regionalen Zutaten und Weinen aus Apulien – besonders stimmungsvoll am Abend auf der Terrasse mit Blick auf den Pool.

Auch die Lage überzeugt. In wenigen Autominuten erreichen Gäste die barocke Altstadt von Nardò, die Badebuchten von Santa Maria al Bagno und Santa Caterina sowie den Naturpark Porto Selvaggio. Die berühmten Strände von Gallipoli und Porto Cesareo sind ebenfalls schnell erreichbar. Damit eignet sich die Masseria gleichermaßen für Erholungssuchende wie für Entdecker des südlichen Salento.
Fazit: Die Masseria Corsano ist kein klassisches Ferienhotel, sondern ein exklusives Refugium, das authentische apulische Baukunst mit modernem Luxus verbindet. Wer stilvolle Architektur, hervorragende Küche und eine ruhige Lage zwischen Olivenhainen und Meer sucht, findet hier eine der außergewöhnlichsten Unterkünfte im Salento. Mit exzellenten Gästebewertungen und persönlichem Service zählt sie zu den Geheimtipps für einen anspruchsvollen Urlaub in Apulien.
Organisiert wurde die Recherchereise von Carmen Mancarella (www.mediterraneantourism.it) .
Wie kommt man in den Salento ?
Mit Flieger bis Bari oder Brindisi, dann weiter mit dem Zug. Hier könnt ihr Tickets kaufen.
Die Recherche im Salento (Apulien) erfolgte im Rahmen der 76. Journalistenreise, organisiert von der Zeitschrift Spiagge(Chefredakteurin Carmen Mancarella). Gern stimmen wir der im Salento aufgewachsenen Journalistin zu, wenn sie sagt, dass Salento nicht nur im Sommer, sondern auch im Frühjahr und Herbst beste Voraussetzungen bietet, um Touristen aus aller Welt viele Erlebnisse und eine herzliche Gastfreundschaft zu ermöglichen. Wenn Frau Mancarella ob ihrer jahrelangen Bemühungen für den Tourismus als „Botschafterin des Salento“ bezeichnet wird, dann kann ich dem nur zustimmen.
Weitere Station unserer Frühlingsreise durch den Salento war Cavallino.
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