Sprachgenie Emil Krebs

Auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof trafen wir unlängst Eckard Hoffmann. Er ist  Großneffe des 1867  im schlesischen Freiburg (Swiebodzice) geborenen „Sprachgenies“ Emil Krebs.  Der Ort liegt etwa 50 Kilometer von Breslau entfernt.

Herr Hoffmann berichtete anschaulich über das Leben seines Großonkels Emil Krebs. Er hat Wirken und Leben seines Vorfahren Emil Krebs, der Legationsrat im Auswärtigen Amt war, recht  ausführlich erforscht. Kaum zu glauben. Achtundsechzig Sprachen sollen es gewesen sein, die Krebs in Wort und Bild beherrschte. Bis heute gilt Krebs, dessen aktive Zeit in die Jahre von 1893 bis 1930 fällt, als Sprachwunder.Eckard Hoffmann wirkte zudem an dem im OASE Verlag Badenweiler erschienenen Buch “Emil Krebs Kurier des Geistes”  mit. Darin wird der polyglotte Dolmetscher  und seine herausragende Begabung gewürdigt.

Stahnsdorfer Südwestkirchhof

Im norwegischen Stil errichtete Kapelle auf dem Stahsdorfer Südwestkirchhofs, Foto: D.Weirauch

Eckard Hoffmann vor dem Grab von Sprachgenie Emil Krebs, Foto: D.Weirauch

Auf der Seite des Auswärtigen Amtes steht u.a.: “Für viele Mitarbeiter im Sprachendienst ist er bis heute ein Vorbild, das einen Ehrenplatz in der Geschichte des Sprachendienstes verdient hat, getreu dem Satz: „Menschen sterben nicht mit ihrem physischen Tod, sondern dann, wenn man sie in der Erinnerung des Herzens vergisst.“ Mehr Infos auf der Seite des Amtes hier.

Auch Eckard Hoffmann stammt aus Schlesien und ist seit einigen Jahren desöfteren dort. Er begleitet seit einiger Zeit eine Ausstellung über Emil  Krebs, die vor allem in Polen auf große Aufmerksamkeit stößt.

Ab 8. Mai Mai ist die sehenswerte Schau im Begegnungszentrum Gut Kreisau in Schlesien,  8 Kilometer von Schweidnitz und 55 Kilometer von Breslau entfernt, zu sehen. Hier, auf dem ehemaligen Gutshof der Familie von Moltke befindet sich eine Tagungs- und Begegnungstätte.

„Ich spreche öfters in Polen vor Schulen und habe den Eindruck, dass Emil Krebs dort noch viel bekannter ist als in Deutschland“, so erzählte Eckard Hoffmann. Bisher wurde die Schau in Bibliothek Swidnica/Schweidnitz, Zamek Książ/Schloss Fürstenstein, Rathaus Ząbkowice Śląskie/Frankenstein und im Museum Dzierżoniów/Reichenbach gezeigt. Das Internetportal polen-pl.eu schrieb dem Sprachgenie  Emil Krebs jetzt sogar eine Bedeutung als  Touristenschlager in Schlesien.

 

Hier geht es zu einem weiteren Text zum Stahnsdorfer Südwestkirchhof.