Porto Cesareo ist einer der bekanntesten Küstenorte der Halbinsel Salento und gilt als ein wahres Paradies für Badeurlauber, Naturliebhaber und Genießer der süditalienischen Lebensart. Der kleine Ort liegt an der ionischen Küste Apuliens in der Provinz Lecce und begeistert mit langen Sandstränden, kristallklarem Wasser und einer entspannten Atmosphäre, die Besucher aus ganz Europa anzieht. Besonders im Sommer verwandelt sich Porto Cesareo in einen lebhaften Ferienort, ohne dabei seinen traditionellen Charakter zu verlieren.

Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Bereits in der Antike nutzten Griechen und Römer die geschützte Bucht als Hafen. Noch heute erinnern archäologische Funde und alte Wachtürme entlang der Küste an diese Zeit. Im Zentrum des Ortes prägen kleine Gassen, weiße Häuser und der Fischerhafen das Bild. Dort liegen bunte Boote im Wasser, während Fischer am frühen Morgen ihren Fang verkaufen. Der Fischfang spielt bis heute eine wichtige Rolle für die Region und bestimmt auch die lokale Küche.

Am 3. Tag unserer Rundreise durch den schönen Salento (Start erfolgte im Resort Barone di Mare, das sich in strategisch günstiger Lage zu den geplanten Zielen befindet), wurde die gruppe in der Gemeindebibliothek von Porto Cesareo vom stellv. Präfekten Vincenzo Galignano empfangen.  Danach besuchten wir das interessante Meeresmuseum, das auch von Schulklassen für den Biologieunterricht gebucht wird.

 

Im weiteren Verlauf der geplanten Route machten wir einen Zwischenstopp für einen Aperitif auf der Terrasse des Bar-Restaurants DUNE, das auch für seine Aussicht bekannt ist.

Portocesaereo.Salento apulien

Restaurant dune in Porto Cesaero

Zum Mittagessen waren wir in Monteroni zu Gast bei einer Spitzenadresse des Salento: Melograno Martino. Der landwirtschaftliche Betrieb von Daniele De Pascalis.

Unter den Granatapfelbäumen bei Melograni Martino

Ein einzigartiger Genussmoment unter den Granatapfelbäumen bei Melograni Martino in Monteroni di Lecce . ein unvergessliches Erlebnis  Hier erfahrt ihr mehr:  www.melogranimartino.com.

PortoCesaero.Salento granatapfel

Zum Abschluss gab es eine willkommene Überraschung: eine Bootsfahrt mit dem Taxi-Boot zur Kanincheninsel, auf dem Rückweg ein Treffen mit den Fischhändlern entlang der Fischmarktstraße und mit den Fischern der Flotte, die als die größte Kleinfischereiflotte Italiens gilt.

PortoCesaero.Salento

Den Seewolf nennen Freunde den einstigen Fischer, der mit seinem Taxiboot Touristen mit den schönheiten der Landschaft vertraut macht.

Berühmt ist Porto Cesareo vor allem für seine traumhaften Strände. Feiner, heller Sand und flach abfallendes Wasser machen die Küste besonders familienfreundlich. Zu den bekanntesten Strandabschnitten gehören Punta Prosciutto, Torre Lapillo und die Isola dei Conigli, eine kleine Insel vor der Küste, die mit Booten erreichbar ist. Das Meer schimmert hier in intensiven Blau- und Türkistönen und erinnert viele Besucher an karibische Landschaften. Schnorchler und Taucher finden in den klaren Gewässern ideale Bedingungen, denn die Unterwasserwelt ist reich an Fischen, Seegraswiesen und kleinen Korallenformationen. Ein wichtiger Teil der Region ist das Meeresschutzgebiet „Area Marina Protetta Porto Cesareo“. Dieses Naturschutzgebiet wurde eingerichtet, um die empfindliche Küstenlandschaft und die Meeresfauna zu bewahren. Besucher können dort Bootsausflüge unternehmen oder geführte Touren erleben, bei denen die Bedeutung des Schutzes der Natur erklärt wird. Besonders beliebt sind Glasbodenboote, mit denen sich die Unterwasserwelt beobachten lässt.

Auch kulinarisch hat Porto Cesareo viel zu bieten. Typisch für die salentinische Küche sind frischer Fisch, Meeresfrüchte, hausgemachte Pasta und Olivenöl aus der Region. In den Restaurants am Hafen werden Spezialitäten wie gegrillter Oktopus, Muscheln oder „Spaghetti ai frutti di mare“ serviert. Dazu trinken viele Gäste einen lokalen Weißwein oder den kräftigen Rotwein Primitivo. Am Abend herrscht entlang der Promenade eine lebhafte Stimmung. Familien flanieren durch die Straßen, in kleinen Bars läuft italienische Musik, und auf den Plätzen sitzen Einheimische und Urlauber bis spät in die Nacht zusammen.

 Porto Cesareo: das weitläufig angelegte Städtchen erstreckt sich auf einer Landzunge, begrenzt von zwei Buchten, von denen die südliche fast eine Lagune bildet. Die vorgelagerten Badeinseln, die man auch watend und schwimmend erreichen kann, gehören zum vor 20 Jahren erklärten Küstenschutzgebiet „Area Marina Protetta Porto Cesareo“. Die Ortschaft selbst ist nur von bescheidener Schönheit, die Küste hingegen gehört zu den schönsten Apuliens. Der Meinung von Andreas Haller in seinem gründlich recherchierten Reiseführer „Apulien“ (Michael Müller Verlag) können wir uns anschließen.

Porto Cesareo lebt vom Tourismus und vom Fischfang. In den unter Naturschutz stehenden Buchten gedeiht eine üppige Meeresflora, die einen schier unerschöpflichen Fischreichtum begünstigt. Die mit den Karpfen verwandten Barben, die man hier hauptsächlich fängt, werden bis in die Nachbarprovinzen exportiert.  Romantisch zeigt sich Porto Cesareo am breiten Hafenkai. In den Abendstunden herrscht hier ein reges Treiben. Fischerboote sind unterwegs, der Blick auf die vorgelagerten Badeinseln erfreut das Auge, gute Fischrestaurants laden ein, und auch das Eis schmeckt lecker. Ganz unbeeindruckt vom lebhaften Treiben zeigt sich der massive Küstenwachturm Torre Cesareo, der im 16. Jahrhundert auf Befehl von Kaiser Karl V. errichtet wurde.

Wir besuchten das Meeresmuseum, darunter eine umfangreiche Muschelsammlung und zahlreiche Flora- und Faunakuriositäten aus dem Ionischen Meer.

Informationen
Informationsbüro am südlichen Ende der Uferstraße am Weltkriegsdenkmal
Piazzale Gasperi, Port Cesareo
Hier übernachtet man gut:

Meereskundemuseum

http://museobiologiamarina.unisalento.it

Kommt mit uns mit in die schöne Stadt Cutrofiano zu den Keramikproduzenten und Künstlern.

Buchtipp: ein überaus kenntnisreicher Reiseführer zu Apulien aus dem Michael-Müller-Verlag:

Andreas Haller: Reiseführer  Apulien, Michael Müller Verlag, 420 Seiten + her­aus­nehm­bare Karte (1:450.000), farbig, 194 Fotos, ISBN 978-3-95654-410-1,  21,90 EUR , hier geht es zum _Verlag Michael Müller.