Über Jörg Berghoff

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Die Reichsstadt Nürnberg als Zentrum der Globalisierung

2026-01-22T19:27:18+01:006. August 2025|Kategorien: Reise|Tags: , |

Die Reichsstadt Nürnberg als Zentrum der Globalisierung. Die Bedeutung Nürnbergs für das Heilige Römische Reich war erheblich, seit dem Hochmittelalter förderten Herrscher die Stadt. Die prosperierende Handelsmetropole entrichtete hohe Steuerabgaben und profitierte im Gegenzug von kaiserlichen Privilegien. Mit den regelmäßigen Aufenthalten des Königshofs und den ab 1356 in Nürnberg stattfindenden Reichstagen kamen einflussreiche Persönlichkeiten in die Stadt. Seit 1424 wurden auf Geheiß Kaiser Sigismunds die Reichskleinodien – die Reliquien und der Krönungsschatz der römischdeutschen Könige – dauerhaft hier verwahrt. Mit Albrecht Dürer lebte außerdem einer der wenigen, neben Leonardo da Vinci schon damals international bekannten Künstler Europas in der Reichsstadt. Die Globalisierung brachte Wissen und Waren und damit Reichtum und Wohlstand nach Europa – aber nicht für alle: Nürnberger Geschäftsleute betrieben Minen in Übersee, beuteten die dort einheimische Bevölkerung aus, beteiligten sich am transatlantischen Versklavungshandel und an der Kolonisierung Amerikas. An der Ostküste Afrikas und in Indien führten sie zusammen mit den Portugiesen blutige Wirtschaftskriege. Die Ausstellung thematisiert auch diese dunklen Seiten der globalen Vernetzung. Neue Sichtweisen und Erkenntnisse rücken die hochkarätigen Leihgaben sowie Werke aus dem eigenen Bestand in ein neues Licht. Sie veranschaulichen Nürnbergs entscheidende Rolle im Zusammenwachsen der Welt, dokumentieren das sich schnell und weiträumig ausbreitende Wissen, bringen das damalige globale Denken und Handeln der Menschen näher und regen zum Nachdenken über die globale Situation der Gegenwart an. Kaum ein Thema polarisiert so wie die Globalisierung. Ist die weltweite Vernetzung eher Fluch oder Segen, bringt sie der Menschheit mehr Vor- oder Nachteile?

100 Jahre Bauhaus Dessau und kein bisschen altmodisch

2026-01-22T19:28:43+01:0026. Juli 2025|Kategorien: Reise, Schlösser und Burgen|Tags: , , , , |

Im Jahr 1925 übersiedelte das Bauhaus aus dem konservativen thüringischen Weimar nach Dessau, die aufstrebende Stadt im Osten des damaligen Freistaates Anhalt. Ende 1926 bezogen die Studierenden mit ihren Meistern das am Stadtrand neu errichtete Bauhausgebäude. Zwei Daten, die mit einem Jubiläum gefeiert werden: „An die Substanz. Bauhaus Dessau 100!“ Die Zeiten des grellen, auch bewusst provozierenden Studententrubels sind Geschichte. Heute bevölkern Besucher jenes Gebäude, das als das gebaute Manifest der Bauhaus-Ideen gilt. Das sind vor allem Touristen aus aller Welt, die Mitarbeitenden der Stiftung Bauhaus Dessau, auch ein paar Studierende der Hochschule Anhalt und Design-Experten auf Pilgerreise. Der Atem des Aufbruchs blieb Dennoch weht der Atem jenes Aufbruchs vor einhundert Jahren durch die Räume des Hauses, das der Architekt Walter Gropius für den neuen Standort, der von ihm 1919 in Weimar gegründeten Ausbildungsstätte entwarf. Nach der Fertigstellung im Dezember 2026 zog Leben ein. Leben der besonderen Art. Ausbilden hieß hier immer auch Ausbrechen: aus verschnörkeltem kaiserzeitlichem Stil-Erbe, aus der Geringschätzung von Industrie-Anmutung, aus handwerklichem und akademischem Korsett – Think Tank würde man heute dazu sagen. Das Bauhausgebäude ist Ausstellungsstück und Ausstellungsort, Veranstaltungsraum und Veranstaltungsthema gleichermaßen. Es ist kein Museum und doch kann man es besichtigen. Zu sehen gibt es vieles, was inzwischen längst Alltag ist, aber damals revolutionär war: Einbauschränke als Raumteiler, Säulen aus Eisenbeton und Fußböden aus Steinholzestrich, Leuchten mit sichtbaren Lampen, Möbel ohne Ornamente, farblich intensive Wand-Anstriche…

Rotterdam: Neues Kunstmuseum Fenix eröffnet

2025-07-18T14:37:58+02:0018. Mai 2025|Kategorien: Reise|Tags: , , , |

Wer den Fuß auf die Halbinsel Katendrecht am Rotterdamer Rijnhaven setzt, steht auf historischem Boden. Zwischen modernisierten Kais, Streetfood-Ständen, szenigen Cafés und restaurierten Lagerhäusern schlägt das Herz eines Viertels, das sich wie kaum ein anderer Ort in Europa mit Migration verbunden weiß – als Ausgangspunkt, als Durchgangsstation, als neue Heimat. Seit Mai 2025 ist Katendrecht auch der Sitz eines der symbolträchtigsten Museen Europas: FENIX, das erste internationale Kunstmuseum, das sich ausschließlich dem Thema Migration widmet.

Mit Genuss und Langsamkeit durchs Achterhoek

2026-01-31T21:13:54+01:0016. Mai 2025|Kategorien: Reise|Tags: , , |

Agrotourismus mit Slow Food und Slow Travel sind Komponenten, die immer mehr Reisende nutzen. Raus aus dem Hamsterrad und in Ruhe genießen, im niederländischen Achterhoek in der niederländischen Provinz Gelderland gelingt das ausgezeichnet. Jörg Berghoff war vor Ort. Raus aus dem Hamsterrad und in Ruhe genießen, im niederländischen Achterhoek in der Provinz Gelderland gelingt das ausgezeichnet.

Eifel-Maare: Von 77 auf 107

2025-07-18T14:31:11+02:003. Mai 2025|Kategorien: Reise|Tags: , , , |

Über Jahrtausende hinweg formten Vulkane die Landschaft in der Eifel. Die einzigartige erdgeschichtliche Vergangenheit wurde der Region vor zehn Jahren durch einen Welterbetitel bestätigt: Als UNESCO Global Geopark Vulkaneifel hat man in Sachen Vulkanismus internationale geowissenschaftliche Bedeutung, die auch Gäste aus aller Welt anzieht.

Einst Preußen- heute Niederrheinmuseum Wesel

2026-06-10T14:05:26+02:0016. April 2025|Kategorien: Reise|Tags: , , , |

Alles neu im Niederrheinmuseum Wesel.  LVR‑Niederrheinmuseum Wesel ist ein regionales Kultur- und Geschichtsmuseum in Wesel, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Es widmet sich der Geschichte, Kultur und Erdgeschichte des Niederrheins und stellt diese anschaulich, interaktiv und vielfach zum Mitmachen dar – ideal für Familien, Schulklassen oder Kulturtourist:innen. Gebäude: Das Museum befindet sich in einem historischen Teil der Festungszitadelle von Wesel. Das Museum bietet nach einer umfassenden Neugestaltung seit Juli 2025 eine moderne Dauerausstellung unter dem Titel „Leben mit dem Wasser“, in der der Rhein als zentrales Element für Handel, Kultur, politische Ereignisse und Alltagsleben durch 800 Jahre Geschichte führt. Die Ausstellung ist interaktiv und bietet viele Mitmachstationen, Medienstationen, Trickfilme und spezielle Angebote für Kinder. Ein Museum im Umbruch: Ab dem 18 Juli 2025 präsentiert das LVR-Niederrheinmuseum in Wesel seine Neukonzeption mit neuer Dauerausstellung und Geschichten rund um das Leben am Wasser. Museumsbesucher/innen werden modern, medial und emotional angesprochen.

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