Sie war eine Königin, die man liebte – und die noch heute fasziniert: Königin Luise von Preußen, geboren am 10. März 1776, gilt als eine der schillerndsten Figuren der deutschen Geschichte. 2026 jährt sich ihr Geburtstag zum 250. Mal – ein Anlass, der weit über höfische Nostalgie hinaus zum Nachdenken einlädt. Wer war diese Frau, deren Name auf Denkmälern, Plätzen und Schulen bis heute präsent ist? Was machte sie zur bis heute unvergessenen Identifikationsfigur eines ganzen Volkes?
Luise war jung, schön, empathisch – und sie war eine Königin in einer Zeit, die Europa erschütterte. Als sie mit 17 Jahren den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm heiratete, schien ihr Leben vor allem von repräsentativen Pflichten geprägt. Doch die politischen Erdbeben der napoleonischen Kriege machten sie schlagartig zu einer Symbolfigur des Widerstands. Mit Charme, Mut und politischem Instinkt trat sie dem übermächtigen Napoleon entgegen – ein Bild, das in Gemälden, Grafiken und später in patriotischer Erinnerungskultur unsterblich wurde.