In Berlin und Brandenburg kennen wir fast jedes Schloss und viele Parkanlagen. Verschiedene Etappen der Burgenstraße sind wir abgeradelt. Ständig lernen wir neue Burgen und Schlösser kennen. Daran können die Leser von einfachraus.eu teilhaben

Quedlinburg: Hier regierten 866 Jahre lang Frauen

2026-10-04T21:04:12+02:004. Oktober 2026|Kategorien: Reise, Schlösser und Burgen, Städtereise|Tags: , , |

Wer Quedlinburg besucht, sollte Zeit mitbringen. Zeit zum Schauen, Staunen und gelegentlich auch zum Innehalten. Denn die UNESCO-Welterbestadt im Harz ist kein Ort, den man einfach von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten durchläuft. Quedlinburg ist selbst die Sehenswürdigkeit: ein mittelalterlicher Stadtgrundriss, enge Gassen, Plätze und rund 2100 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten. Dazu kommen ein Schlossberg, eine romanische Stiftskirche, ein kostbarer Domschatz, der Münzenberg – und eine Geschichte, in der ungewöhnlich viele Frauen das Sagen hatten. Seit dem 3. Oktober 2026 gibt es einen neuen Grund, nach Quedlinburg zu reisen: Das Schlossmuseum auf dem Stiftsberg öffnet nach sieben Jahren umfassender Sanierung und Neugestaltung wieder. Mehr als 300 Exponate, historische Räume und moderne multimediale Vermittlung erzählen die Geschichte von Stift und Stadt. Besonders im Mittelpunkt stehen jene Frauen, die hier über Jahrhunderte lebten und herrschten. Über Jahrhunderte lebten auf dem Stiftsberg hochadelige Frauen, die nicht nur geistliche Aufgaben übernahmen, sondern auch weltliche Macht ausübten.

„Meiningen 2026: Auf den Spuren des Theaterherzogs“ oder „Warum Meiningen 2026 auf die Reiseliste gehört“.

2026-09-18T08:54:16+02:0010. September 2026|Kategorien: Reise, Schlösser und Burgen, Städtereise|Tags: , |

Meiningen ist klein genug, um es zu Fuß zu entdecken – und groß genug für eine erstaunliche Kulturgeschichte. Hier treffen Theater, Fürstenhaus, Eisenbahn und Thüringer Lebensart aufeinander. Genau diese Mischung macht die Stadt so besonders. Im Mittelpunkt steht der Theaterherzog Georg II. von Sachsen-Meiningen, dessen 200. Geburtstag 2026 gefeiert wird. Mit seinen Vorstellungen von historischer Genauigkeit, Ensemblearbeit und realistischer Ausstattung schrieb er Theatergeschichte. Das Staatstheater Meiningen führt diese Tradition bis heute fort. Im Schloss Elisabethenburg erzählt eine große Ausstellung 2026 vom Leben und Wirken des außergewöhnlichen Herzogs. Doch Meiningen ist keine Stadt, die nur von ihrer Vergangenheit lebt. In der Innenstadt liegen Schloss, Theater, Museen, Markt und historische Bürgerhäuser dicht beieinander. Der Englische Garten lädt zum Durchatmen ein, Cafés und Restaurants bringen Thüringer Genuss auf den Teller – allen voran die berühmten Meininger „Hütes“, die Thüringer Klöße. Und dann ist da die Eisenbahn: Mit der Dampflok Erlebniswelt wird Meiningens zweite große Leidenschaft sichtbar. Dampflokomotiven, Technik und Eisenbahngeschichte ergänzen das Kulturangebot auf ungewöhnliche Weise.

Gotha adelt – und das nicht nur im Namen

2026-09-15T11:57:01+02:0010. September 2026|Kategorien: Schlösser und Burgen, Städtereise|Tags: , |

Wer durch die thüringische Residenzstadt streift, entdeckt auf engem Raum erstaunlich viel Geschichte. Über allem thront Schloss Friedenstein mit Herzoglichem Museum, Ekhof-Theater und Schlosspark. Von dort führt der Weg hinunter zur Wasserkunst und auf den historischen Hauptmarkt mit Rathaus und prächtigen Bürgerhäusern. Sehenswert sind die Margarethenkirche und das Lucas-Cranach-Haus, das an die Familie der Frau des berühmten Malers erinnert. Ein besonderes Detail ist die historische Pumpenstation am Hauptmarkt, einst Teil der Wasserversorgung für den „Schlingel“. Gotha lohnt aber auch wegen seiner ungewöhnlichen Geschichten: Hier wurde mit dem „Gotha“ ein berühmtes Adelslexikon zum Markenzeichen, hier entstand ein wichtiger Grundstein des deutschen Versicherungswesens. Das Deutsche Versicherungsmuseum erinnert an Ernst Wilhelm Arnoldi. Und wer Straßenbahnromantik liebt, steigt in die Thüringerwaldbahn. Übernachten lässt sich stilvoll im Hotel am Schlosspark – ideal gelegen für eine Entdeckungsrunde durch eine Stadt, die Barock, Bürgertum, Eisenbahn und Adel auf charmante Weise verbindet.

Der junge Rembrandt ist wieder da – eine Sensation in Gotha

2026-09-16T14:40:14+02:0010. September 2026|Kategorien: Schlösser und Burgen, Städtereise|Tags: , , |

Vom 5. September bis zum 6. Dezember 2026 ist „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ im Herzoglichen Museum Gotha zu sehen. Und wer die Ausstellung besucht, sollte sich für das kleine Selbstbildnis Zeit nehmen. Denn manchmal erzählt ein kleines Bild eine sehr große Geschichte.

Gartenträume: Dessau-Wörlitzer Gartenreich

2026-08-24T18:30:38+02:0022. August 2026|Kategorien: 1 Stunde weg, Schlösser und Burgen|Tags: , , , , |

Mit dem Wörlitzer Park, dem künstlerischen Höhepunkt des Gartenreichs Dessau-Wörlitz, entstand ein Gesamtkunstwerk, das Gartengestaltung und Architektur in bisher nie gekannte Harmonie vereinigt. Eine Gondelfahrt oder ein Spaziergang durch das UNESCO-Welterbe ermöglichen wunderbare und überraschende Sichten auf Skulpturen, Baumgruppen, Brücken, Gebäude und Gewässer.

Brandenburgs grüne Perlen trotzen Klimawandel

2026-08-19T20:08:37+02:0030. Juli 2026|Kategorien: Brandenburg, Schlösser und Burgen|Tags: , |

Brandenburgs Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat die Sanierung von Denkmalen im Jahr 2025 mit insgesamt rund 30 Millionen Euro aus Landesmitteln unterstützt. Rund 18,12 Millionen Euro bekamen Stiftungen zum Erhalt der Bausubstanz. Rund 2,5 Millionen Euro flossen über die allgemeine Kulturförderung in denkmalgeschützte Bauten. Weitere 3,4 Millionen Euro standen für Denkmalförderprogramme bereit. Rund 3 Millionen Euro erhielten Kirchen, Religionsgemeinschaften und Kommunen für die Sanierung sakraler Gebäude und jüdischer Friedhöfe. Die meisten der rund 400 denkmalgeschützten Gärten und Parks Brandenburgs sind Gesamtkunstwerke, deren Wert sich aus dem sensiblen Zusammenspiel von Vegetation, Wasser, Topografie, Wege und Bauwerken ergibt. Ihr Erhalt setzt eine kontinuierliche fachgerechte Pflege voraus, denn verlorene historische Substanz und Gestaltungsstrukturen sind meist unwiederbringlich. Deshalb müssen wir den Schutz dieser einzigartigen Zeugnisse der Gartenkunst vor den Folgen des beschleunigten Klimawandels ebenso entschlossen vorantreiben und zugleich die Voraussetzungen für ihre dauerhaft fachgerechte Pflege sichern.“

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