Unterwegs im „schlesischen Elysium“: Schloss Wernersdorf/Pakoszów

2025-09-05T17:39:21+02:0022. März 2025|Kategorien: Hotels, Polen|Tags: , , , |

Pałac Pakoszów (Schloss Wernersdorf). Kein Adeliger hat es erbaut, sondern ein Manufakturbesitzer. Zeitweise war in dem Gebäude eine Manufaktur zur Leinenherstellung untergebracht.  1725 ließ der Hirschberger Kaufmann Johann Martin Gottfried, Schwiegersohn des Hirschberger Leinenhändlers Christian Mentzel, eine Leinwandbleiche in Wernersdorf errichten. Sie beherbergte nicht nur Lager- und Produktionsräume, sondern war auch repräsentativ ausgestattet und steht stellvertretend für die zahlreichen Landsitze der damals bestimmenden Hirschberger Handelsaristokratie. Die Wohnräume waren reich stukkiert und mit Marmorkaminen ausgestattet. Im Mittelbau gab es einen festlichen Ballsaal mit illusionistischen Deckenmalereien, die vermutlich vom Künstler Hoffmann stammen, einem Schüler des schlesischen Malers Michael Willmann. Unter den Landschaftsmotiven befand sich auch ein Abbild der Wernersdorfer Bleiche selbst. Heute findet sich dieses Motiv als Teil eines großen Deckengemäldes im Barocksaal wieder. Friedrich der Große und der spätere US-Präsident Quincy Adams waren dort zu Besuch. 

Kielce in Südpolen – Stadt der Geologie und des Handballs

2025-05-20T19:27:24+02:005. Januar 2025|Kategorien: Polen, Reise|Tags: , , , , |

Kielce ist eine Stadt in Zentralpolen, genauer gesagt in der Woiwodschaft Heiligkreuz. Es ist die Hauptstadt und größte Stadt der Woiwodschaft und hat eine Bevölkerung von über 196.000 Einwohnern.

Radecke und Rauh: Fontanes Havelland – Neue Wanderungen

2023-11-10T15:48:09+01:0027. Februar 2023|Kategorien: Brandenburg, Bücher|Tags: , , , , |

Was hätte Fontane erlebt, wenn er seine legendären »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« heute unternommen hätte? Gabriele Radecke und Robert Rauh wollten es wissen und haben sich auf den Spuren des Dichters ins malerische Havelland begeben.

Sehenswürdigkeiten in Schlesien: von Pałac Pakoszów Wernersdorf über Schweidnitz zum Pałac Gruszów Birkholz

2026-05-16T17:58:43+02:004. April 2022|Kategorien: Hotels, Polen, Schlösser und Burgen|Tags: , , , |

Die Friedenskirche Schweidnitz gehört zu den bedeutendsten evangelischen Kirchenbauten Europas und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Schlesiens. Sie befindet sich in der heutigen polnischen Stadt Świdnica, dem früheren Schweidnitz. 2001 zählt sie gemeinsam mit den beiden anderen schlesischen Friedenskirchen in Jawor und Głogów zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Entstehung der Kirche geht auf den Westfälischen Frieden von 1648 zurück, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Die protestantischen Schlesier erhielten damals vom katholischen Kaiser Ferdinand III. die Erlaubnis, drei sogenannte Friedenskirchen zu bauen. Allerdings waren die Auflagen streng: Die Gebäude mussten außerhalb der Stadtmauern entstehen, durften keinen Turm besitzen und sollten aus nicht dauerhaften Materialien gebaut werden. Trotz dieser Einschränkungen entstand zwischen 1656 und 1657 ein monumentaler Sakralbau, der bis heute erhalten geblieben ist. Von außen wirkt die Kirche eher schlicht und erinnert an ein riesiges Fachwerkhaus. Betritt man jedoch den Innenraum, eröffnet sich eine überraschend prachtvolle Ausstattung. Mehrere Emporen ziehen sich über drei Etagen durch das Gebäude, reich verzierte Barockornamente schmücken Wände und Decken, und große Gemälde erzählen biblische Geschichten. Besonders sehenswert sind die Kanzel und die prachtvolle Orgel. Die Kirche bietet Platz für rund 7.500 Menschen und war damit für ihre Zeit ein außergewöhnlich großes Gotteshaus. Die Friedenskirche ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein bedeutendes Kulturdenkmal. Heute finden dort regelmäßig Konzerte, ökumenische Veranstaltungen und Führungen statt. Besucher aus ganz Europa reisen nach Świdnica, um die einzigartige Architektur und die besondere Atmosphäre des Bauwerks zu erleben. Die Verbindung aus schlichter Außenansicht und reichem barockem Innenraum macht die Kirche einzigartig. Die UNESCO würdigte die Friedenskirche als herausragendes Beispiel religiöser Toleranz und als Meisterwerk der Holzarchitektur. Bis heute gilt sie als Symbol für Glaubensfreiheit, kulturelle Vielfalt und die bewegte Geschichte Schlesiens.

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